BUSY DOGS - Hundeerziehung

Asko

Schäferhund, Rüde, geschätzte 8-10 Jahre
heftige Aggressionen gegen Menschen und Artgenossen

Asko tristete sein ganzes Leben in einem 5qm-Zwinger mit zwei anderen, großen Hunden und nur einer Hundehütte. Zwei Hunde überlebten diese Zustände nicht, Asko sah mit an, wie seine Freunde starben und überlebte selbst, völlig verhungert und in einem erbärmlichen Zustand.

Familie Sch. aus Hermsdorf rettete ihn vor dem sicheren Tod. Nichts kennend pinkelte er überall ins Haus, rannte gegen Scheiben, erschrak vor seinem eigenen Spiegelbild usw.

Er erstarrte vor Angst, wenn er helle Bodenfliesen sah. Tierarztbesuche waren für Asko immer mit einer Betäubung verbunden. Wegen der Fliesenphobie wurde ich kontaktiert. 

Ich habe mit viel Geduld, Verständnis und Liebe, diesen Hund dazu gebracht, wieder über helle Fliesen zu laufen. Er sollte aber auch mehr vom Leben kennenlernen und kam mit in meine Hundegruppen. An der 15 m-Schleppleine ließ ich ihn mit anderen Hunden Kontakt aufnehmen, nicht wissend, wie er reagierte. Schnell war zu merken, dass Asko, als supernetter Hund, jeden Hund begrüßen wollte, sein Verhalten war immer einwandfrei. Er freute sich über jeden neuen Kontakt. 

Freilauf war aber überhaupt nicht möglich, er genoss die Freiheit und verfiel regelrecht in einen Laufmodus, alles andere schaltete er aus, denn er hatte, was Freiheit betraf, eine Menge nachzuholen und war dazu noch fast taub. Da ich ihn nicht laufen lassen konnte, joggte ich mit Asko und den anderen Hunden, damit auch er auf seine Kosten kam. Was tut man nicht alles!

Irgendwann wagte ich es ihn frei laufen zu lassen, die ersten 4 - 5 Male musste ich meine Beine in die Hand nehmen um Asko wieder einzufangen. Der Mensch war ihm, zumindest draußen, völlig Schnurz. Mit Kommandos, Gehorsam oder sonst irgendwelchen Trainingseinheiten war bei diesem Hund nichts zu machen, er sollte einfach nur leben. 

Doch eines Tages überraschte er mich, ich ließ die Schleppleine schleifen, Asko war mal wieder weit voraus, ich gerade im Begriff meine Beine wieder in die Hand zu nehmen um ihn wiedereinzufangen. 

Doch diesmal drehte sich Asko um schaute in meine Richtung, suchte er etwa mich? Ich hob unweigerlich die Arme nach oben, um ihm zu zeigen: Hier bin ich. Welch ein unbeschreibliches Gefühl, dass dieser Hund mir sein Vertrauen schenkte und aus freien Stücken mit einem Lächeln im Gesicht zu mir zurück kam. Danke Asko!


Mandy
Mandy